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Effizientes Handeln ist heute mehr denn je gefragt. Je besser und regelmäßiger sich die Arbeitskräfte eines Unternehmens qualifizieren, desto erfolgreicher kann sich sowohl das Unternehmen als auch die Arbeitskraft am Markt behaupten und damit einen wertvollen, gesellschaftlichen Beitrag leisten. Berufliche Bildung ist also ein Gut, das jedem nützt!
Bildungsprozesse und deren Inhalte so zu gestalten, dass sie Lebenslanges Lernen fördern und den unterschiedlichen Phasen der Erwerbsbiographien des Einzelnen bzw. den spezifischen Unternehmensanforderungen gerecht werden, daran arbeitet der bvv im Programmbereich Beruf gemeinsam mit den bayerischen Volkshochschulen.
Neben den bewährten, europäisch einheitlichen Xpert–Zertifikatsangeboten werden daher auch immer wieder innovative, regionale Angebote und Formate gemeinsam entwickelt, um so den Kursteilnehmern/innen eine individuelle Verbesserung der beruflichen und gesellschaftlichen Positionierung zu ermöglichen. Dabei spielen ebenso starke regionale als auch überregionale Partner der Wirtschaft eine wichtige Rolle. Deshalb führt der bvv zum einen selbst, zum anderen als Mitglied des DVV, für die Volkshochschulen Verhandlungen mit Partnern wie EduMedia, Herdt-Verlag, Microsoft und McDonald's, um gemeinsame Kurskonzepte zu entwickeln oder bundesweite Verträge zu schließen.
Natürlich macht der Grundsatz des Lebenslangen Lernens auch nicht vor den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Kursleiterinnen und Kursleitern der bayerischen Volkshochschulen halt. Daher bietet der bvv desweiteren vhs-spezifische Weiterbildungen als auch spezielle programmbereichsbezogene Fachmessen an.
Ihre Ansprechpartnerin für den Programmbereich Beruf im bvv:
Melanie Belling, Tel. 089-5108013
New Work – Die neue Arbeit
Dieser Artikel von Melanie Belling ist in kursif 2_2010 erschienen.
Die Ausgestaltung der Arbeit war in unserem Kulturkreis jahrhundertelang geprägt durch die Organisationsstruktur der industriellen Fertigung: durch hochgradige Arbeitsteilung, hierarchische Kommandostrukturen und eine ausgeprägte Zeitdisziplin. Diese Struktur unterliegt seit dem Einzug der „Wissensarbeit“ einem extremen Wandel. Arbeitszeiten flexibilisieren sich sowohl in der Lebensbiographie als auch in der Arbeitsorganisation selbst. Auf der einen Seite, um dem rasanten Wandel der Marktbedingungen stand zu halten – auf der anderen Seite, um der stärker werdenden Forderung nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung zu tragen. Damit rückt der Selbstverwirklichungswunsch des Einzelnen noch näher an die Arbeitswelt heran. Dieser Individualisierungstrend bringt ebenfalls neue Formen sozialer „Vergemeinschaftung“ jenseits alter Konventionen hervor. Dieses findet nicht zuletzt Ausdruck im Wandel der Internetnutzung. Im Web 2.0 wird der Inhalt (Content) nicht mehr von wenigen ins Netz gestellt und von vielen gelesen, sondern die Content-Erstellung findet „von vielen für viele“ statt. Dadurch gewinnen die digitalen Netzwerke, auch in der Arbeitswelt, immer mehr an Bedeutung.
Insbesondere der Programmbereich Beruf muss sich diesem Wandel stellen. Die Adaption der Zukunft, die strategische Entwicklung neuer Kursideen, individualisierte Kursangebote sowie die ständige Marktbeobachtung – heute top, morgen flop – all das stellt uns vor neue Herausforderungen bei der Angebotsgestaltung. Doch unser Einsatz ist wichtiger denn je, da Bildung und Wissen auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft als die Schlüsselressource gilt. Meint Beruf „eine Tätigkeit, die der Schaffung oder Erhaltung einer Lebensgrundlage dient", dann wird an dieser allgemeingültigen Definition deutlich, wie vielfältig das Angebot der einzelnen Volkshochschulen in diesem Programmbereich sein muss. Dazu zeigt uns die „New Work Bewegung“, welchen Wandel wir begleiten müssen, um den speziellen Anforderungen des individuellen Kursbesuchers auch in Zukunft bestmöglich genügen zu können.
Das aktive Interesse der Volkshochschulen am Wandel wurde durch die überwältigenden 140 Anmeldungen zur vhs-Fachkonferenz im Juni 2010 in
Nürnberg zum Thema „Facebook, Twitter und Co.“ mehr als deutlich. Dank der erfrischenden Darstellung der konkreten Nutzungsmöglichkeiten des Web 2.0 durch Annik Rubens – alias Larissa Vassilian – sprang der „Funke" für dieses Medium auch gleich zu Beginn der Veranstaltung auf die Besucher-/innen über. Durch weitere praxisnahe Vorträge und eine darauf abgestimmte Ausstellung wurden die digitalen Netzwerke sowie weitere aktuelle EDVThemen näher beleuchtet. Die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen waren zahlreich und eindeutig: „Web 2.0 – hier müssen wir als vhs dringend am Ball bleiben, dafür brauchen wir ein eigenes Weiterbildungsprogramm!“
Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach – weitere Kurse zu diesem Thema befinden sich derzeit in Planung. Wir Volkshochschulen bieten Produktvielfalt in einer Qualität, die so bei keinem anderen Weiterbildungsanbieter zu finden ist. Das geht natürlich nicht ohne das spezielle,atualisierte Fachwissen unserer Kursleiter bzw. Kursleiterinnen.
Ich hoffe, dass die folgenden Angebote ihren Beitrag dazu leisten!
Melanie Belling – Referentin für berufliche Bildung, Tel. 089-5108013